Thüringer Wald Juli 2008

Im Frühjahr habe ich bei Ebay drei Gutscheine über je 3 Übernachtungen mit Frühstück im Thüringer Wald ersteigert. Reinsberger Dorf in Plaue so hieß die erworbene Unterkunft. Schnell mal im Internet nachgeschaut und erst einen Schreck bekommen. Die Bewertungen die dieses Dorf bekommen hat waren nicht gerade einladend. Mit gemischten Gefühlen fahren Manuela und ich nun in den Thüringer Wald. Doch als wir unsere Unterkunft bezogen, waren alle Vorurteile wie entflogen. Wir bezogen eine gut ausgestattete Hütte, mit einem herrlichen Ausblick auf die Reinsberger Berge.

Die Anfahrt zum Thüringerwald begann bei Lüdenscheid. Zuerst ging es vorbei an der Versertalsperre, durch das Sauerland Richtung Rothaargebirge. Wir durchfahren das Hessische Bergland das durch hüglige Landschaften gekennzeichnet ist und erreichen dann unser Ziel indem wir den Rennsteig im Thüringerwald überqueren.

Ich könnte nun jeden einzelnen Routentag hier beschreiben, aber ich denke mal das würde, erstens den Tourenbericht in die Länge ziehen und zweitens für den Leser zu langweilig werden. Deswegen hier nur in Kurzform die einzelnen Anlaufpunkte.

Wir besuchten die Wartburg in Eisenach, das Fahrzeugmuseum in Suhl, besichtigten Jena. Wir fuhren die markanteste Erhebung, den Inselsberg mit 982 Meter an und durchquerten das Schwarzatal. Weiter sehenswerte Ziele waren die Schönbrunnen Talsperre und die Talsperre Hohenwarte zwischen Kauldorf und Ziegenrück. Nicht zu vergessen sind Oberhof, das an einer uralten Passstraße liegt und heute zum wichtigsten Wintersportzentrum Deutschlands zählt. Weiter sehenswerte Orte sind Schmalkalden, das es durch seine Eisenindustrie zum Wohlstand schaffte und Ilmenau bekannt durch die Glas- und Porzellanherstellung.

Insgesamt legten wir im Thüringerwald 1336 Km zurück. Wir erlebten viele kurvenreiche Straßen, sehr viele Baustellen, wobei man kilometerlange Umwege fahren musste, und viele schlecht asphaltierte Straßen. Zu erwähnen ist, das dort sehr wenig Touristenverkehr herrscht und man nur wenige Motorradfahrer trifft. Was bei den schlechten Straßen auch kein Wunder ist, denn man kann dort eigentlich nur mit einer Straßenenduro gut reisen.


Mein Fazit:
Thüringer Wald ist vom Landschaftlichen und vom Sehenswürdigkeiten her gesehen immer eine Reise wert. Fahrerisch bekommt man zur Zeit nur einen eingeschränkten Fahrspaß, bedingt durch die vielen Baustellen und den schlechten Straßenzustand. In einigen Jahren könnte aber der Thüringer Wald zum Eldorado für Motorradfahrer werden.